Unsere Autoren #2:
Dr. Marc Calmbach

Marc Calmbach hat sich in seinem privaten, akademischen und beruflichen Leben stets für Jugendliche interessiert und engagiert: Er war 1996 ein Jahr lang Jugendsozialarbeiter in einem kolumbianischen Armenviertel, untersuchte von 2001 - 2003 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Medienwissenschaft und Content in München das Feld "Kinderfernsehen und Wertekompetenz". 2007 promovierte er an der Musiksoziologischen Forschungsstelle der PH Ludwigsburg über die Jugendkultur Hardcore und ist seit 2008 beim Sinus-Institut, wo er die Jugendforschung mit aufgebaut und gemeinsam mit Peter Martin Thomas die SINUS:akademie gegründet hat. Bei den SINUS Jugendstudien ist er Autor der ersten Stunde und gehörte somit schon 2008 und 2012 zum Autorenteam.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Jugend, Migration, Gender und (politische) Bildung. Er ist ein bundesweit gefragter Referent für Jugendthemen und hat zahlreiche Bücher und Fachartikel zu Jugendthemen geschrieben.

Welche 3 Begriffe fallen dir spontan zu deiner Jugendzeit ein? Punkrock, Wohnortwechsel, Proberäume.

Wenn du heute zwischen 14 und 17 wärst, was würde auf deinem Wunschzettel für Weihnachten stehen? Das Gleiche, was auch aktuell in meinem Brief ans Christkind steht: Weltfrieden (…und vielleicht eine Schallplatte oder ein Büchergutschein)

Und was wünschst du heutigen Jugendlichen in Deutschland? Dass sie ihren Eltern keine Klamottentipps geben müssen.

Gibt es etwas an der „Jugend von heute“, das du nicht verstehst? Dass sie sich kaum dafür interessiert, dass Musik von einer Schallplatte abgespielt einfach besser klingt.

Was waren besondere Highlights deiner bisherigen „Jugendforschungskarriere“? Sicherlich die internationalen Forschungsprojekte, z.B. unsere Jugendstudie in Kirgisistan, wo wir auch in sehr ländlichen Gegenden Interviews geführt haben. Land und Leute sind sehr beeindruckend.

Ich nehme auch sehr gerne Vortragseinladungen aus Asien an, erst kürzlich war ich auf Einladung des Goethe-Instituts in Myanmar für einen Vortrag und Workshop. Die interkulturelle Perspektive auf unsere Jugendforschung bringt nochmal eine ganz neue Dynamik und natürlich viele offene Fragen, da würde ich gern dranbleiben.

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