Mit (Bei)Rat und Tat zur Seite

Der Beirat mit Silke Borgstedt, Marc Calmbach und Peter Martin Thomas Anfang Dezember 2015 in Berlin

Die SINUS-Jugendstudie 2016 erscheint wieder im Auftrag von mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen. Dazu gehören wie schon 2012 der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Hinzugekommen sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) sowie die VDV-Akademie (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen -Akademie).

Für SINUS sind diese Institutionen keine reinen Auftraggeber. Ihre Rolle bei der Durchführung der Studie geht darüber deutlich hinaus, was sich u.a. am Beirat zeigt. In ihm sind alle Studienpartner vertreten und stehen mit den Autorinnen und Autoren während des gesamten Forschungs- und Auswertungsprozesses im Austausch. Mit dem Beirat werden die Themenschwerpunkte der Studie entwickelt, so dass die Studienpartner ihre konkreten Forschungsinteressen einbringen. In den unterschiedlichen Blickwinkeln der Studienpartner aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit jungen Menschen heraus spiegeln sich in der Studie auch die breiten Interessen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen an der Entwicklung der jungen Generation. Nicht zuletzt sorgt die Bandbreite der Auftraggeber auch für Ausgewogenheit und verhindert eine einseitige oder parteiische Sichtweise.

Darüber hinaus tragen die Studienpartner die Forschungserkenntnisse über jugendliche Lebenswelten in ihre Netzwerke und richten ihre Angebote daran aus. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer größeren Sichtbarkeit und einem besseren Verständnis der Vielfalt jugendlicher Lebenswelten, wie sie die Studie abbildet.

Ziel der SINUS-Jugendforschung und auch der Studienpartner ist es, nicht nur eine Momentaufnahme der „Jugend von heute“ zu gewinnen, sondern auch Entwicklungen und Trends einzufangen. Ein wichtiger Baustein der Befragung sind also die Zukunftsvorstellungen und –wünsche junger Menschen. Für unseren heutigen Blogbeitrag hat uns interessiert, welchen Traum von der Zukunft unsere Beiratsmitglieder hatten, als sie 15 Jahre alt waren.

Eileen Krauße, Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Referentin für Jugendpastorale Bildung
„Als ich 15 Jahre alt war, erträumte ich mir die große Freiheit: eigenständig und unabhängig sein, gerne auch ein Leben im Ausland – alles – bloß keine Langeweile.“

Dr. Annette Jantzen, Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Referentin für Kirchenpolitik und Jugendpastoral
"Als ich 15 Jahre alt war, war mein Traum von der Zukunft, nicht mehr auf einem Dorf zu wohnen. Ich wollte Medizin studieren und in der Entwicklungshilfe arbeiten."

Josephine Evens, Bundeszentrale für politische Bildung, Referentin Fachbereich Grundsatz
"Mit 15 hatte ich einerseits die 'klassischen' Zukunftsvorstellungen: Ich erhoffte mir eine Arbeit, die mich erfüllt, eine Familie, die gesund ist. Gleichzeitig hoffte ich, in der Zukunft immer die Möglichkeit und die Chance zu haben, meinen bereits eingeschlagenen Lebensweg auch ändern zu können - ohne dabei an Grenzen zu stoßen. Ich stellte mir insgesamt immer ein Leben in einer Gesellschaft vor, die offen und tolerant ist."

Valeska Pannier, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, stellv. Leiterin Abteilung Evaluation & Entwicklung
"Ich erinnere mich daran, mit 15 Jahren sehr idealistisch gewesen zu sein. Ich träumte von einer gerechteren Welt ohne Rassismus, Diskriminierung, Gier und Gewalt. Gleichzeitig war mein persönlicher Horizont aber gar nicht so weit in die Ferne gerichtet sondern auf das Ende der Schulzeit. Dann wollte ich ausziehen in eine eigene Wohnung! Das war meine Vision von großer Freiheit und Autonomie."

Michael Weber-Wernz, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen-Akademie Geschäftsführer
„Als ich 15 war, waren mein Rennrad und ich annähernd zusammengewachsen. Mein Traum: Radprofi werden. Der nächste Eddi Merckx, der alle in Grund und Boden fährt und niemals den Sieg einem anderen überlässt. Immer Vollgas unterwegs, natürlich weltberühmt und reich. Ich bin auch heute noch gerne mit meinem Rennrad unterwegs, nicht als Profi sondern eher für den sportlichen Ausgleich zu meinem Beruf. Allerdings bin ich in meinem Job als Geschäftsführer der VDV-Akademie meistens auch mit viel Tempo und Energie unterwegs; irgendwie hat sich mein Traum dann wohl doch ansatzweise erfüllt.“

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