Glückwünsche nachträglich

Man soll die Feste ja bekanntlich feiern, wie sie kommen. Daher beginnen wir unseren Blog mit einem lauten Tusch, einem kleinen Feuerwerk und unserer Gratulation zur 17. Shell-Jugendstudie, die vor genau einer Woche erschienen ist.

Von Januar bis März haben Infratest-Interviewer dafür 2558 Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation und zu ihren Einstellungen und Orientierungen persönlich befragt. Die Forscher/-innen sprechen von einer „Generation im Aufbruch“, deren Blickfeld sich auf die Gesellschaft hin öffnet. Das Interesse an Politik und am Weltgeschehen ist gestiegen.

Gesunken ist gegenüber 2010 der Kinderwunsch, auch wenn Familie weiterhin einen hohen Stellenwert hat, aber eben v.a. die Herkunftsfamilie als Ort des Rückhalts auf dem Weg ins Erwachsenenleben.

Und: Die Online-Vollversorgung ist 2015 Wirklichkeit geworden. 99 Prozent der Jugendlichen haben Zugang zum Internet und sind durchschnittlich 18,4 Stunden pro Woche online.

Die Shell-Jugendstudie wird seit 1953 in Abständen von drei bis fünf Jahren durchgeführt und bietet einen wissenschaftlich gefilterten Gesamtüberblick zur jungen Generation. Durch die Kontinuität der Forschung lassen sich an ihr Entwicklungen im Zeitverlauf betrachten und Generationen vergleichen.

Mit den Geburtsjahrgängen 1990 bis 2003 beschreibt die neue Studie übrigens erstmals Generation, die ausschließlich im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen ist.

Wir freuen uns mit den Autor/-innen über ein weiteres Stück unverzichtbare Jugendforschung!

P.S. Im Frühjahr 2016 erscheint die dritte SINUS-Jugendstudie. Nachdem die beiden Studien in den vergangen Jahren immer zwei bis drei Jahre versetzt erschienen sind, ergänzen sie sich diesmal nicht nur inhaltlich und methodisch, sondern auch zeitlich besonders gut.

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